Arbeiten und Leben auf Island
Sie wollen auf Island studieren, ein Praktikum in Reykjavik machen oder Ihren Traum vom Auswandern in die Realität umsetzen? Hier erhalten Sie Informationen zum isländischen Arbeitsmarkt sowie zu den Lebenshaltungskosten in Island und können sich Tipps zur Jobsuche zunutze machen.
Land und Leute
Nur der das Königreich Großbritannien ist ein noch größerer Inselstaat als Island. Das Land ist bekannt durch seine archaische, von Felsen zerklüftete Landschaft. Isländer gibt es dagegen nicht so viele, nur etwas mehr als 300.000 Einwohner leben auf dieser Insel, das sind etwa drei Menschen pro Quadratkilometer! Und der größte Teil lebt davon in der Hauptstadt Reykjavik, so dass mehr als zwei Drittel des Landes menschenleer sind.
Neben der Hauptstadt Reykjavik ist also die vulkanische Landschaft die Hauptattraktion Islands. Nationalparks wie "Thingvellir" begeistern die Touristen, dort gibt es auch den größten Wasserfall Europas zu bestaunen: den "Gullfoss". Der breite Wasserfall ist wohl für jeden Besucher ein gewaltiges Erlebnis.
Island ist auch die weltweit größte Vulkaninsel. Seit 2010 weiß dies wohl fast die gesamte Welt, den ein Koloss namens Eyjafjallajökull brach aus und blies Unmengen von Rauch und Staub in die Atmosphäre. Bis in luftige Höhen von 7000 Metern stieg eine gewaltige Aschewolke und behinderte den weltweiten Flugverkehr. Über Europa hinweg zog die Wolke, wo die meisten Flughäfen geschlossen werden mussten, und der Ausbruch trug sie ganz bis nach Asien und brachte Island zweifelhafte Berühmtheit.
Weitaus harmloser und angenehmer sind die Ausbrüche der Geysire und heißen Quellen Islands. Sie können bis zu 240 Grad heiß werden und in den nicht ganz so heißen Quellen kann man sogar baden. Auf Island hat sich so eine lebendige Badekultur entwickelt, auf die rund 300.000 Einwohner kommen etwa 250 Bäder. Solch ein Verhältnis kann man sich in Deutschland bei den prall gefüllten Schwimmbädern nur wünschen.
Wie zu erwarten war, wird auf Island Isländisch gesprochen. Besonders an der Sprache ist die Tatsache, dass sie sich in den letzten 1000 Jahren kaum verändert hat. Sie ähnelt auch heute noch dem Altnordischen. So können die heutigen Isländer die frühesten Texte der Besiedlung ihres Inselstaates fast mühelos lesen. In Deutschland hat man ja bereits Probleme mit Werken, die erst einige Jahrhunderte alt sind.
Island besitzt übrigens ganz offiziell kein eigenes Militär. Die Verteidigung übernimmt der etwas über 100 Mann starke Küstenschutz, der aber eher für Rettungsaktionen mit dem Hubschrauber zuständig ist. Der isländische Küstenschutz hat seinen Sitz in der Hauptstadt Reykjavik, der mit Abstand größten Stadt Islands.


