Leben und Arbeiten in der Türkei
Über 20 Millionen Menschen verbringen jedes Jahr ihren Urlaub in der Türkei. In diesem Sommer soll die Zahl derer, die das warme Klima und die schönen Strände des Landes geniessen wollen, sogar nochmals um 10 Prozent steigen. Doch nicht nur für Touristen, sondern auch für Unternehmen wird das Land am Bosporus immer attraktiver. Auch wenn die Türkei nicht zu den typischen Auswanderungsländern zählt, gibt es doch gute Gründe, mehr als nur seinen Urlaub dort zu verbringen.
Diejenigen, die entschlossen sind, ein neues Leben in der Türkei zu beginnen, finden Hilfe bei den jeweiligen Auslandsvertretungen oder bei anderen Informationsportalen. Die Türkei ist ein kulturell wie geographisch vielseitiges Land, das lohnt, entdeckt zu werden. Im Westen nur durch den Bosporus von Europa getrennt, grenzen im Osten Länder wie Iran und Irak an die Türkei. Nicht umsonst wird die Türkei oft als "Land zwischen Orient und Okzident" bezeichnet. In der Tat liegen wohl in keinem anderen Land Moderne und Tradition so nah beieinander; sind Aufbruch und Rückbesinnung so allgegenwärtig.
Egal, ob man nun über einen der riesigen Basare schlendert und neben orientalischen Kräutern und Wasserpfeifen auch die neueste Nike-Kollektion findet oder händchenhaltende Pärchen neben tiefverschleierten Frauen beobachtet. Eins ist auf jeden Fall klar: Die Türkei befindet sich zurzeit im Wandel. Die Frage ist nur, ob der Wunsch nach Fortschritt und Anbindung an den Westen oder doch die Rückbesinnung auf alte Werte und Religion in dieser Phase die Oberhand gewinnt.
Land und Leute
Die Türkei wird in sieben geographische Gebiete unterteilt, wobei vor allem die Mittelmeerregion mit Urlaubszielen wie Antalya oder Alanya potentielle Einwanderer anlockt. Aber auch die Städte am Marmarameer oder die Ägäisregion sind zumindest einen Ausflug wert. Berge, Steppenlandschaften, Küstenstreifen, Wälder: Die Türkei ist landschaftlich genauso vielfältig wie ihre Bewohner.
In Zentralanatolien kann man die unglaublichen Felsformationen, die 1985 zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt wurden, bestaunen; im Westen antike Städte wie Troja und Ephesus besuchen oder die älteste Kulturregion der Türkei in Südostanatolien erleben. Hier befinden sich die Kurdengebiete; in der (zu Unrecht meist nur als Sitz der Arbeiterpartei Kurdistans PKK bekannten) Region befinden sich einige der schönsten und ältesten Städte des Landes. Auch heutzutage kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen kurdischen Befreiungskämpfern und dem türkischen Militär und man sollte sich, bevor man eine Reise in diesen Teil des Landes antritt, ausreichend informieren. Generell ist es aber für Touristen ungefährlich, Städte wie Mardin oder Diyarbakir zu bereisen und man wird mit der gleichen türkeitypischen Herzlichkeit empfangen


